Glückwunschkarte mit Watercolor-Details

Wie ihr ja schon mitbekommen habt, hatten wir vor kurzem ein 85ig jähriges Geburtstagskind in der Familie. Da ich bekanntermaßen alle Glückwunschkarten selbst bastle, bekomme ich inzwischen schon Anfragen von anderen Familienmitgliedern, die eine handgefertigte Karte in Auftrag geben.

Dieses Mal wollte ich mal wieder den Pinsel schwingen und habe eine schöne Watercolor Karte gezaubert. Ich möchte euch gerne in dem Blogartikel eine Inspiration geben, wie so etwas aussehen kann. Vielleicht habt ihr ja auch mal Lust euch mit dem Pinsel auszutoben!

Wie immer am Anfang eine Materialliste:

Materialliste

Für diese Karte benötigt ihr:

  • eine Karte 14,8 * 10,4 cm mit farblich passendem Umschlag
  • weißes Aquarellpapier (am besten in der Stärke 300 g/m²) in der Größe 13,8 * 9,4 cm
  • Ziffern aus Tonkarton (Empfehlung Word Schriftart Averia Serif, Schriftgröße 200 – siehe unten)
  • Aquarellfarben und Pinsel (zum Beispiel in der Stärke 4)
  • Schneideunterlage und Cutter
  • Kleber oder optional doppelseitig klebende 3D- Schaumstoffpads

Vorbereitung der Ziffern

Ähnlich wie bei der anderen Karte (hier gehts übrigens zum Artikel) brauchen wir erstmal die Ziffern. Hierfür habe ich einfach bei Word eine schöne Schriftart gesucht (z.B. “Averia Serif”) und in einer passenden Größe ausgedruckt (z.B. 200 pt). Dann werden die Ziffern einfach auf einen stabilen Karton aufgepaust und ausgeschnitten (geht am besten mit einem Cutter).

Aquarellblumen malen

Jetzt gehts auch schon an den Watercolor-Part.

1. Schritt: Vorzeichnen

Zunächst einmal zeichne ich mir die 85 mit leichtem Bleistiftdruck auf die Mitte des Aquarellpapiers. Dann zeichne ich die Blumen und Zweige auf, sodass ein ausgewogenes und rundes Bild entsteht. Weil sich nach dem Malen mit Watercolor Farben Bleistiftstriche nicht mehr so gut wegradieren lassen, würde ich empfehlen, entweder nur mit sehr leichtem Druck aufzuzeichnen, oder so wie ich, die Skizzen vor dem Malen wieder leicht abzuradieren, sodass sie nur noch schwar erkennbar sind.

2. Schritt: Blumen ausmalen

Mit viel Wasser wird jetzt die Farbe locker aufgetragen. Es muss nicht perfekt rund sein, im Gegenteil, ich finde es am schönsten, wenn es unperfekt ist, mit ein paar weißen Stellen dazwischen. So wirkt es am natürlichsten.

3.Schritt: Blumen doodlen

Nach dem Trocknen kann man die Blumen mit einem feinen, schwarzen Fineliner aufmalen. Hier seht ihr ein paar Beispiele, wie ich die Blumen gedoodelt habe:

5.Schritt: Restliche Details hinzufügen

Jetzt habe ich noch ein paar weitere Blumen hinzugefügt, je nachdem wie ich es optisch passend fand. Bei den Zweigen und Blättern habe ich eine andere Taktik als bei den Blumen gewählt. Hier habe ich nämlich die Umrisse zuerst mit einem schwarzen Stift vorgezeichnet und dann im Anschluss ausgemalt.

Die zwei Farbtöne für die Zweige waren übrigens ein helles grün, das in die Richtung Oliv ging, und ein grün-petroliger Farbton.

Nach dieser Runde habe ich die Karte erstmal durchtrocknen lassen. Dann habe ich mit wenig Wasser und etwas mehr Farbe die Blätter an ein paar Stellen noch dunkler nachgemalt. Hierdurch ensteht ein schöner Schatten-3D-Effekt.

Feinschliff und Aufkleben der Ziffern

Die Ränder der Ziffern habe ich dann noch mit einem schwarzen Stift umrundet, sodass sie ein bisschen plastischer wirken. Zum Aukleben auf die Karte habe ich 3D-Schaumstoff-Klebepads verwendet, wie ihr im rechten Bild sehen könnt.

Fertige Karte

Und jetzt gibts noch ein paar Detailaufnahmen der Karte!

Ich hoffe, das DIY hat euch gefallen.

Bis zum nächsten Mal,

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